Im Rahmen einer Sitzung des gemeinsamen Wahlausschusses von FWG und FDP in der Ver-bandsgemeinde Zell (Mosel) beschäftigten sich die Teilnehmer eingehend mit dem Thema Tou-rismusförderung. Diese ist ein wichtiger Bestandteil des Wahlprogramms, wonach die Verbands-gemeinde Zell (Mosel) sicher, bürgerfreundlich und nachhaltig zukunftsfest aufgestellt werden soll.
Laut Zeller Land Tourismus GmbH besuchen pro Saison etwa 400 Tausend Tagesgäste die Ver-bandsgemeinde. Allerdings habe die Coronazeit dem Hotel- und Gastgewerbe sehr viel abver-langt und der Fachkräftemangel setze den Betrieben mehr und mehr zu. Zudem sei die Betten-anzahl zu gering. Bürgermeisterkandidat Jürgen Hoffmann betonte: „Der Tourismus ist in unse-rer Verbandsgemeinde einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Wir haben weiteres großes tou-ristisches Potential, daher ist es von besonderer Bedeutung, diesen Wirtschaftszweig zu stärken!“ Das neue Tourismuskonzept sei dazu ein erstes Hilfsmittel. Zu begrüßen seien außer-dem die hohen Fördersummen von 80 Prozent, die aktuell für den Ausbau des Radwegenetzes (etwa für die Anbindung der Geierlay, des Barfußpfades oder entlang der Mosel) zur Verfügung stehen. „Zusätzlich müssen unsere Rad- und Wanderwege aber weiter ausgebaut, gepflegt, bes-ser beschildert und vor allem überregional besser vernetzt werden!“ so Jürgen Hoffmann. Dar-über hinaus sei es unbedingt erforderlich, das diesseits der Brücke unausgeschöpfte Potential der Hängeseilbrücke Geierlay für eine nachhaltige Wertschöpfung zu heben. Hierzu sei der Be-bauungsplan der Gemeinde Sosberg ein Schritt in die richtige Richtung. Hoffmann betonte: „Da-neben muss die Brücke unbedingt von der Mosel her, besonders von Zell aber auch vom stark besuchten Beilstein aus, besser für Touristen erschlossen werden, wobei die Wege besser ver-zahnt und die Verkehrsströme intelligent gelenkt werden müssen!“
Zum Bedauern der Sitzungsteilnehmer seien seit Eröffnung der Brücke in vielen Medien wieder-holt abfällige Äußerungen über das sehr viel kleinere Sosberg geäußert worden, das im Gegen-satz zu Mörsdorf über eine ganz andere Altersstruktur verfüge und auf keinerlei Einnahmen aus der Windkraft oder aus Steuern eines größeren Unternehmens zurückgreifen könne. „Wir müs-sen dringend zu einem regelmäßigen vertrauensvollen Austausch der anliegenden Orts- und Verbandsgemeinden kommen, um gemeinsame Lösungen für die Menschen in den Orten zu fin-den! Ein guter Auftakt dazu könnte beispielsweise ein gemeinsames ‘Weinfest an der Geierlay‘ sein.“ regte Hoffmann an.